Ich male Körper — und arbeite mit Stoff, der schon gebraucht wurde.


In fast allen meinen Arbeiten kommt der weibliche Körper vor. Selten vollständig: meist ein Ausschnitt, ein Torso, der Ansatz einer Bewegung. Mich interessiert weniger, wie ein Körper aussieht, als was andere in ihn hineinlesen.

Das zweite Material ist Stoff. Kein neuer Stoff aus dem Laden, sondern Textil, das schon getragen oder benutzt wurde. Solche Stoffe haben eine Vorgeschichte, und die sieht man ihnen an. Ich bessere sie nicht aus — ich mache sie zum Bild, damit sie bleiben.

Andere Menschen schreiben, um etwas zu erklären. Ich male. Was mich beschäftigt — was ein Körper wert ist, was eine Arbeit wert ist und wer darüber entscheidet — steht bei mir nicht als Satz da, sondern als Farbe, Fläche und Material.